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BLEACHING

Allgemein
Die Zahnfarbe des Menschen wird durch Farbpigmente im Dentin (Zahnbein) bestimmt. Durch äußere Einflüsse wie das Trinken von Kaffee, Tee, Rotwein oder das Rauchen kommen weitere Farbmoleküle hinzu. Diese Farbpigmente lagern sich nicht nur oberflächlich ab, sondern sie können in den Schmelz eindringen und reichern sich in der darunter liegenden Zahnhartsubstanz, dem Dentin ab. Je weniger Farbpigment vorhanden sind, desto farbloser und damit weißer wirkt der Zahn.

Reduktionsbleiche und Oxidationsbleiche
Chemisch unterscheidet man zwei Methoden. Bei der nur vorübergehend wirkenden Reduktionsbleiche werden Schwefelverbindungen verwendet, die den Farbverbindungen Sauerstoff entziehen. Da die so behandelten Zahnoberflächen wieder mit Sauerstoff in Verbindung kommen, ist die Bleichwirkung nur von geringer Dauer.

Bei der beständigeren Oxidationsbleiche werden Wasserstoff-Peroxid-Verbindungen oder verschiedene Chlorverbindungen eingesetzt. Diese setzen Sauerstoff frei, der die Farbstoffe durch einen Oxidationsprozess dauerhaft zerstört.

Bleaching zu Hause (Home bleaching)
Auch hier ist ein Zahnarztbesuch unverzichtbar. Vor dem Bleichen muss eine professionelle Zahnreinigung stattfinden. Das Zahnfleisch muss sich in einem gesunden Zustand befinden. Die Zähne müssen kariesfrei sein, vorhandene Füllungen müssen intakt sein. Für Bleichmittel in Gelform müssen vom Zahnarzt Schienen hergestellt werden. Viele frei verkäufliche Bleichmittel halten nicht das was sie versprechen. Eine Kontrolle und Überwachung durch den Zahnarzt ist unerlässlich.
Dauer: Der Bleichvorgang muss über einen Zeitraum von ein bis drei Wochen täglich wiederholt werden.

Bleaching in der Praxis (in office bleaching)
In der zahnärztlichen Praxis werden deutlich höher konzentrierte Bleichmittel unter sicherem Schutz der den Zahn umgebenden Strukturen wie Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälsen eingesetzt. Gebleicht wird der sichtbare Zahnbereich, d.h. von 4-4 maximal von 5-5. Das Bleichmittel wird direkt auf die Zähne aufgebracht und mittels Licht oder Laser aktiviert. Dabei zerfällt das Peroxid und der entstehende aktive Sauerstoff entfaltet seine Bleichwirkung. Ist das Bleichmittel aufgetragen verbleibt es ca. 10 Minuten auf den Zahnoberflächen und wird dann entfernt. Das Auftragen des Bleichmittels kann in einer Sitzung bis zu drei Mal wiederholt werden. Ist das Bleichmittel endgültig restlos entfernt, folgt eine gründliche Politur der Zähne mit einer sehr feinen Paste um den durch das Bleichen aufgerauten Schmelz zu glätten und zu versiegeln. Die Sitzung endet mit einer Fluoridierung. Während des gesamten Procederes wird der Patient überwacht.
Dauer: 1 bis 2 Stunden.

Risiken und Nebenwirkungen beim in office bleaching
Eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne, welche nach geraumer Zeit wieder abklingt. Bleichmittel hellen nur die natürlichen Zähne auf, d.h. Kronen, Brücken, Veneers oder Füllungen bleiben unverändert. Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass der Zahnschmelz an Härte verliert, die Messwerte liegen im Nano-Bereich. Allerdings ist dringend davon abzuraten permanent und unkontrolliert seine Zähne zu bleichen.

Fazit

Das Bleaching in der Praxis ist die deutlich effektivere und sicherere Variante.

Kosten beim Zahnarzt 300-400 Euro.